Verantwortung und Ziele des Unternehmens

Die wenigsten Fahrer sind sich dieser Belastungen bewusst, die sich aus ihrer z.T. sehr einseitigen Tätigkeit ergeben, i.V.m. falscher Ernährung und unzureichender Bewegung und dem damit fehlenden Abbau von negativen Stressoren, um hier darauf vertrauen zu können, die Krankheitsbilder nicht entstehen zu lassen.
Das ergibt sich aus den bereits oben erwähnten einseitigen Gewohnheiten.

Vielmehr ist der Unternehmer verpflichtet, neben Einhaltung des gesetzlichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes auch dafür zu sorgen, die Belastungs- und Beanspruchungsgrenze so zu verteilen oder zu unterbinden, um krankheitsbedingten Ausfälle zu vermeiden, die Gesundheit des Mitarbeiters zu erhalten [vgl. „Pflichten des Unternehmers“; BG-Verkehr; Kompendium Arbeitsschutz; 10/2014]. Sie tragen demnach eine soziale Verantwortung für Ihre Mitarbeiter:

„Der Unternehmer hat die erforderlichen Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie für eine wirksame Erste Hilfe zu treffen. Die zu treffenden Maßnahmen sind insbesondere in staatlichen Arbeitsschutzvorschriften […] und in weiteren Unfallverhütungsvorschriften näher bestimmt. Die in staatlichem Recht bestimmten Maßnahmen gelten auch zum Schutz von Versicherten, die keine Beschäftigten sind.“
[Quelle: BG-Verkehr; Kompendium Arbeitsschutz; 10/2014]

Wenn Sie sich dieser Verantwortung bewusst sind und auch geeignete Maßnahmen implementieren, um Ihr wertvolles Produktionskapital „Arbeitskräfte“ zu erhalten, dann sind Sie auch in der Lage, vorausschauend die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu bewahren.

Der Beruf des Fahrers, dabei ist es gleichgültig, ob Sie Einsätze mit PKW oder LKW planen, kann eine entscheidende Herausforderung dahingehend sein, Möglichkeiten zu suchen, die Arbeits- und Lebensqualität zu bewahren.

Warum die Lebensqualität?

Nun, ein Mitarbeiter sieht in der zu verrichtenden Arbeit zunächst einmal den Umstand, sich finanziell unabhängig zu machen, um einen empfundenen Mangel (Nachfrage) nach Konsumgütern, zu beseitigen.

Mitarbeiter, die mit einer positiven Einstellung ihrer Tätigkeit nachgehen, sind weniger krankheitsanfällig, als das entsprechende Pendant dazu.

Eine wesentliche Aufgabe des Unternehmens, neben dem Gewinnmaximierungsprinzip, ist eine operative Planung, die Leistungsfähigkeit und eine positive Grundeinstellung der Mitarbeiter zu ermöglichen.

Dazu gehört nach der bisherigen Darstellung die Arbeitsplanung dahingehend zu forcieren, um Fahrern die Möglichkeit zu offerieren, in bestem Maße gesundheitsbewusst agieren zu können:

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung bedingt, den Fahrern die Möglichkeit zu lassen, sich entsprechend auf den Touren ohne Zeitdruck ernähren zu können; Imbissbuden sind zwar schnell, aber bei regelmäßigem Konsum schädlich für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter.
  • Seltsamerweise findet diese Überlegung Einzug in betriebseigenen Kantinen- auf der Straße ist der Fahrer sich selbst überlassen.
  • Pausenzeiten und genügend Freiräume ermöglichen, um neben der sitzenden Tätigkeit ein Pendant durch Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen [mal abgesehen davon, über die Einhaltung der gesetzlichen Arbeits-,Pausen- und Lenkzeiten]
  • Sie sollten regelmäßig Schulungen veranstalten und die getroffenen Maßnahmen zur Bewahrung der Gesundheit betrieblich implementieren. Erst dadurch werden diese auch gelebt. Mittelfristig sparen Sie sich Kosten, die der Ausfall der Mitarbeiter verursachen:
    • Lohnfortzahlung
    • Ersatz des ausgefallenen Mitarbeiters und Eingliederungsmanagement
    • Erbringen der zugesagten Dienstleistung
    • Kundenzufriedenheit
    • vertraglich geregelte Vereinbarungen

Die betriebswirtschaftliche Überlegung resultiert nicht alleine in dem Bestreben, nach dem ökonomischen Prinzip zu arbeiten, sondern beinhaltet, im Umkehrschluss, das ökonomische Ziel umzusetzen, und die Arbeitskraft in den Überlegungen einzubeziehen.

Hier gilt es, die Belange der Mitarbeiter zu hinterfragen und geeignete Instrumente zur Verfügung zu stellen, um diesen Forderungen gerecht werden zu können.

Dazu zählt auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz i.V.m. gesund und sicher am Arbeitsplatz LKW.

Ihre strategische Planung basiert auf folgende Merkmale:

  • Sicherung bestehender Erfolgspotentiale
  • Erschließung neuer Erfolgspotentiale
  • Verringerung von Risikopotentialen

Die Umsetzung der strategischen Planung, hier verweist der Verfasser auf den Güterkraftverkehr, der als Hauptgegenstand der Grundsatzplanung die Branchenzugehörigkeit definiert, kann nur erfolgreich sein, wenn Sie mit Ihrem Personal verantwortungsvoll umgehen.

Was im Umkehrschluss wieder zu den Anfängen der Überlegung führt: Ein zufriedener Mitarbeiter, der im Unternehmen als Wert angesehen wird, ist eher bereit, gesundheitsfördernde Maßnahmen durch den Arbeitgeber mitzutragen.

Letztendlich Ihr humanes Kapital, mit dem Sie Gewinne erwirtschaften wollen.

Die Interessenslage der Shareholder [Eigenkapitalgeber] und Stakeholder [z.B. Arbeitnehmer, Umwelt usw.] müssen eine gemeinsame Basis bilden.