Optimale Entsorgungslogistik

Die Entwicklung des Logistikbegriffs:

70er-Jahre: Logistik als notwendiges Übel
Keine zentrale Beachtung der Bereiche Versand, Lagerung und Fuhrpark  bzw. Sammlung, Transport und Fuhrpark.

80er-Jahre: Logistik als Rationalisierungsaufgabe
Logistische Bereiche rücken zunehmend in den Blickpunkt der Unternehmensführung aufgrund hoher Rationalisierungsmöglichkeiten.

90er-Jahre: Logistik als Wettbewerbsvorteil
Steigende Kundenanforderungen und Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber der Konkurrenz werden zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen erkannt.

ab 2000: Logistik als zentraler Unternehmensprozess
Es werden nicht mehr einzelne Unternehmensbereiche betrachtet, sondern der Gesamtfluss über die Schnittstellen hinaus.

Heute beschäftigt sich die Logistik nicht nur mit Transportaufgaben sondern gilt als bereichsübergreifende Funktionseinheit, um den Waren- und Informationsfluss über alle Bereiche der Unternehmung zu gestalten. Sie befasst sich mit der Planung, Gestaltung, Abwicklung und Steuerung des Material- und Informationsflusses, mit dem Ziel der Optimierung dieser Transferleistungen.
Logistikkosten können bis zu 30 % der Gesamtkosten ausmachen.
Daraus folgt unmittelbar das Gesamtkostendenken und setzt eine Betrachtung der gesamten Kosten des Logistiksystems (bereichsübergreifend) voraus - nicht ausschließlich der Kosten einzelner logistischer Dienstleistungen.

An den Schnittstellen dürfen keine Divergenzen entstehen. Diese Divergenzen (Auseinanderstreben) müssen in einer Flussorientierung vermieden werden. Die Sammlung beeinflusst die Sortierung/Verarbeitung der "Abfall"-Stoffe durch den Zeitpunkt der Anlieferung. Die Anlieferung wird durch den gezielten Einsatz der Sammelfahrzeuge und optimale Gestaltung der Abfuhrgebiete bestimmt.

Die Distributionslogistik verschiebt sich mehr und mehr aus einer gezielten Flussorientierung, je weniger effektiv die Sammlung und Sortierung/Verarbeitung gestaltet werden.
Die Sortierung läuft diskontinuierlich (Kosten durch Vorhaltung von Mitarbeitern), wenn an der Übergabestelle (Schnittstelle) das erforderliche Material nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung steht.